Sie fühlen sich nicht wohl in Ihrem Job und denken schon seit einiger Zeit darüber nach, sich selbstständig zu machen? Sie wollen jedoch das finanzielle Risiko so gering wie möglich halten und vielleicht zuerst im Nebenberuf starten? Es fehlt Ihnen aber noch die zündende Idee? Haben Sie schon einmal an die Möglichkeit des Franchising gedacht?
Aber – was ist das überhaupt, Franchising?
Vereinfacht ausgedrückt ist Franchising ein Geschäftsmodell, bei dem der Franchise-Geber per Kooperationsvertrag dem Franchise-Nehmer sein komplettes Geschäftskonzept, einschließlich der Nutzung einer bereits gut eingeführten Marke gegen Zahlung einer Lizenzgebühr überlässt.
Für wen ist Franchising geeignet?
Als Franchise-Nehmer sind Sie Unternehmer und sollten daher auch die Fähigkeiten eines Unternehmers mitbringen.
Zunächst einmal müssen Sie nicht schon selbstständig gewesen sein, um mit einem Franchise-Business erfolgreich zu werden. Da Sie mit einem am Markt bereits bewährten Geschäftskonzept starten können, stellt Franchising gerade für Einsteiger in die Selbstständigkeit eine großartige Chance dar.
Dies ist gleichzeitig auch einer der größten Vorteile beim Franchising, so dass sich Ihr finanzielles und wirtschaftliches Risiko erheblich vermindern lässt – vorausgesetzt, Sie entscheiden sich für das richtige Partnerunternehmen.
Sie können unter einer Vielzahl von Angeboten auswählen. Franchising ist also auch und gerade für Gründungswillige geeignet, die selbst noch keine eigene Geschäftsidee haben.
Der Franchise-Nehmer kann auf die Erfahrung, das Know how und ein bewährtes Marketing-Konzept zurückgreifen. Regelmäßige fachliche und betriebswirtschaftliche Schulungen und die Betreuung des Lizenznehmers durch den Franchise-Geber runden das Konzept ab.
Hinzu kommt, dass Franchisenehmer oft leichter Kredite erhalten, als andere Gründer.
Einige Franchise-Modelle können auch – vorübergehend oder dauerhaft – als Nebenjob ausgeübt werden.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. So haben auch das Franchising und die Selbstständigkeit ihre Schwachstellen.
Zu bedenken ist z.B., dass ein selbstständiger Unternehmer meist keinen 8-Stunden-Tag hat. Sind Sie bereit, zehn, zwölf oder mehr Stunden pro Tag zu arbeiten? Steht Ihre Familie dann noch hinter Ihnen?
Können Sie akzeptieren, dass Sie obwohl selbstständiger Unternehmer – in Ihrer unternehmerischen Freiheit eingeschränkt sind, denn als Franchise-Nehmer sind Sie an die Vorgaben Ihres Lizenz-Gebers gebunden.
Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass Sie Teil des Geschäfts- und Marketingkonzeptes des Franchise-Gebers sind. Eine weitere wesentliche Eigenschaft, die ein Franchise-Nehmer mitbringen sollte, ist deshalb auch seine Teamfähigkeit und die Bereitschaft, Entscheidungen zu akzeptieren, die ihm nicht gefallen.
Der größte Nachteil eines Franchise-Business ist wohl aber darin zu sehen, dass ein oft nicht unerheblicher Teil des Unternehmensgewinnes als Lizenzgebühr an den Franchise-Geber abzuführen ist. Vorsicht ist sicher dann geboten, wenn die Lizenzgebühr als fester Betrag vereinbart ist, die Sie in jedem Fall zahlen müssen, gleichgültig, ob Sie Gewinn erwirtschaften können oder nicht. Eine prozentuale Beteiligung des Franchise-Gebers ist da schon vorteilhafter, weil es dann auch in seinem Interesse liegt, Sie so zu unterstützen, dass das Unternehmen ein Erfolg wird.
Bevor Sie sich für ein bestimmtes Franchise-Konzept entscheiden, sollten Sie sich umfassend informieren und auch ins Auge fassen, einen auf diesem Gebiet erfahrenen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen.
Des Weiteren ist auch eine Beratung durch einen Gründercoach empfehlenswert. Der deutsche Staat und die EU fördern Unternehmensgründer mit erheblichen Zuschüssen, auch für’s Coaching.
Weitere ausführliche Infos, eine Checkliste, einen Franchise-Ratgeber, eine Franchise-Nehmer-Börse u.v.m. finden Sie auf der Website des Deutschen Franchise-Verbandes e.V.
Fazit: Haben Sie das richtige Franchise-Modell gefunden, ist es sicher möglich, damit auch richtig gutes Geld zu verdienen.
Über einen sachlichen Kommentar zu diesem Artikel würde ich mich sehr freuen.